Forescouts Threat Review 2026H1 zeigt starken Anstieg bei neu entdeckten Schwachstellen inmitten rasanter KI-Entwicklungen, zunehmender Ransomware-Aktivitäten und anhaltender Angriffe auf spezialisierte Geräte
Veröffentlichte Schwachstellen stiegen im Jahresvergleich um 51 %, während die Zahl der Ransomware-Angriffsmeldungen um 25 % zunahm, da Bedrohungsakteure KI, Lieferketten und oft übersehene Geräte in IT-, OT-, IoT- und IoMT-Umgebungen ausnutzen
SAN JOSE, Kalifornien, 21. Juli 2026 – Forescout Technologies, Inc., ein Cybersicherheitsunternehmen mit Fokus auf Asset Intelligence, Exposure Management und Netzwerksicherheit, veröffentlicht heute seinen Threat Review Report 2026H1, eine detaillierte Analyse globaler Cyberbedrohungstrends. Forescout Research – Vedere Labs, das Bedrohungsforschungsteam von Forescout, analysierte mehr als 37.000 neu veröffentlichte Schwachstellen, 1.033 beobachtete Bedrohungsakteure sowie Tausende von Cyberangriffen, die in der ersten Hälfte des Jahres 2026 (Januar bis Juni 2026) registriert wurden. Ergänzt wurde die Analyse durch Erkenntnisse aus Drittquellen, um einen umfassenden Überblick über die globale Bedrohungslandschaft zu liefern. Der Bericht zeigt, dass rasante Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und das Aufkommen von Frontier-KI-Modellen in Verbindung mit zunehmenden geopolitischen Spannungen die weltweite Bedrohungslage neu gestalten und den Druck auf Sicherheitsteams erhöhen, die bereits mit der Priorisierung von Risiken zu kämpfen haben. Die Zahl veröffentlichter Schwachstellen stieg im Jahresvergleich um 51 % auf 37.137, die Anzahl der gemeldeten Ransomware-Angriffe erhöhte sich um 25 % auf 4.544 Vorfälle, und weltweit waren in der ersten Jahreshälfte 2026 insgesamt 103 Ransomware-Gruppen aktiv.
Den vollständigen Threat Review Report 2026H1 herunterladen und den begleitenden Vedere-Labs-Blog lesen.
Zentrale Ergebnisse des Berichts
- Die Zahl veröffentlichter Schwachstellen stieg im Jahresvergleich um 51 % auf 37.137, wobei mehr als die Hälfte als hoch oder kritisch eingestuft wurde.
- 46 % der neu in den Known Exploited Vulnerabilities (KEV)-Katalog der CISA aufgenommenen Einträge waren CVEs, die bereits vor 2026 veröffentlicht wurden – ein Hinweis darauf, dass ältere Schwachstellen weiterhin ein aktives Risiko darstellen.
- Die Zahl der gemeldeten Ransomware-Angriffe stieg um 25 % auf 4.544 Vorfälle, was durchschnittlich 25 Angriffen pro Tag entspricht.
- Die Anzahl aktiver Ransomware-Gruppen nahm um 16 % auf 103 zu.
- Bedrohungsakteure mit Verbindungen zu China, Russland und dem Iran machten zusammen 32 % der Akteure mit bedeutenden Aktivitätsupdates im ersten Halbjahr 2026 aus.
- Vedere Labs verfolgte mehr als 5.700 Hacktivisten-Angriffsmeldungen über 98 Telegram-Kanäle, die sich vor allem gegen Israel, die USA, die Ukraine, Indonesien und den Iran richteten.
- Der Bericht beleuchtet zudem zunehmend raffinierte Angriffe auf Software-Lieferketten, den wachsenden Missbrauch von KI sowie die fortgesetzte Ausnutzung von Netzwerkinfrastrukturen, Operational Technology (OT), Internet of Things (IoT) und Internet of Medical Things (IoMT).
„KI erhöht die Geschwindigkeit und das Ausmaß von Cyberangriffen dramatisch“, sagt Daniel dos Santos, VP of Research bei Forescout. „Bei der Analyse von Angriffsmustern und Aktivitäten von Bedrohungsakteuren sehen wir, dass KI ihnen dabei hilft, Schwachstellen schneller zu identifizieren und auszunutzen, als Sicherheitsteams diese realistisch beheben können. Gleichzeitig führen geopolitische Konflikte zu Wellen opportunistischer und staatlich unterstützter Cyberaktivitäten, wodurch insbesondere Organisationen in kritischen Infrastrukturen zunehmend gefährdet sind. Im ersten Halbjahr 2026 waren die Branchen, die von den meisten beobachteten Bedrohungsakteuren ins Visier genommen wurden, Behörden und Verwaltung, Technologie, Finanzdienstleistungen, Bildung und Gesundheitswesen. Unternehmen müssen verstehen, welche Systeme mit ihren Netzwerken verbunden sind, die risikoreichsten Assets identifizieren und Bedrohungen eindämmen, bevor Angreifer sich lateral in kritische Systeme ausbreiten können.“
KI- und Lieferkettenangriffe verändern die Bedrohungslandschaft
Zu den bedeutendsten Trends des Berichts zählen der wachsende Einfluss KI-gestützter Angriffe, Kompromittierungen von Software-Lieferketten und Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Die Forschenden von Vedere Labs beobachteten, wie Bedrohungsakteure KI missbrauchen, um Angriffe und Kampagnen zu beschleunigen. Darüber hinaus richteten Angreifer ihre Aktivitäten weiterhin auf vernetzte Geräte wie speicherprogrammierbare Steuerungen (PLCs), Human-Machine Interfaces (HMIs), automatische Tankmesssysteme (ATGs), medizinische Geräte, Router, Firewalls und andere spezialisierte Systeme, die häufig weniger Sicherheitsüberwachung erhalten als klassische IT-Assets.
Iranische Cyberoperationen entwickeln sich im Kontext anhaltender Konflikte weiter
Ein weiteres zentrales Ergebnis des Threat Reports 2026H1 ist die Weiterentwicklung des iranischen Cyberbedrohungsökosystems. Die Forschenden beschreiben, wie staatlich unterstützte Akteure, Hacktivistengruppen und cyberkriminelle Organisationen traditionelle Grenzen der Zuschreibung zunehmend verschwimmen lassen. Der Bericht untersucht die Akteure, Fähigkeiten und Infrastrukturen hinter iranischen Cyberoperationen, darunter Spionagekampagnen, Einflussoperationen, Ransomware-Aktivitäten sowie Angriffe auf Operational Technology und kritische Infrastrukturen.
Sichtbarkeit und Segmentierung bleiben entscheidende Verteidigungsmaßnahmen
„Da die Angriffsflächen weiter wachsen, können sich Sicherheitsteams nicht mehr ausschließlich auf traditionelle Endgeräte konzentrieren“, erklärt Barry Mainz, CEO von Forescout. „Viele Unternehmen haben noch immer erhebliche blinde Flecken bei nicht verwalteten Assets sowie IoT-, OT- und IoMT-Geräten. Bedrohungsakteure kennen diese Schwachstellen und nutzen sie zunehmend aus. Sicherheitsverantwortliche sollten daher diese Geräte identifizieren und bewerten sowie Segmentierung und automatisierte Kontrollen einsetzen, um laterale Bewegungen im Netzwerk einzudämmen, den potenziellen Schaden zu begrenzen und zu verhindern, dass sich eine einzelne Kompromittierung auf kritischere Systeme ausbreitet.“
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Angriffsfläche in komplexen Umgebungen zu reduzieren, indem sie kontinuierlich gefährdete Assets identifizieren, Risiken priorisieren, die Netzwerksegmentierung stärken und ihre Reaktionsfähigkeit beschleunigen, wenn Bedrohungen auftreten.
Laden Sie den Threat Review Report 2026H1 herunter und besuchen Sie das Frontier AI Readiness Resource Center von Forescout, um Empfehlungen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Angriffen zu erhalten, die durch Frontier-KI-Modelle beschleunigt werden.
Das Team von Forescout Research – Vedere Labs wird zudem am 5. August auf der Black Hat USA neue Forschungsergebnisse präsentieren. Die Präsentation zeigt, wie Schwachstellen in Zero-Touch Provisioning (ZTP) miteinander kombiniert werden können, um groß angelegte Netzwerk- und Lieferkettenkompromittierungen zu ermöglichen. Besucher können das Forescout-Team zudem während der Konferenz persönlich treffen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was ist der Forescout Threat Review Report 2026H1?
A: Dabei handelt es sich um die halbjährliche Analyse globaler Cyberbedrohungstrends von Forescout Research – Vedere Labs, basierend auf mehr als 37.000 neu veröffentlichten Schwachstellen, 1.033 beobachteten Bedrohungsakteuren und Tausenden von Cyberangriffen aus der ersten Hälfte des Jahres 2026.
F: Wie viele Schwachstellen wurden im ersten Halbjahr 2026 veröffentlicht?
A: 37.137 – ein Anstieg von 51 % gegenüber dem Vorjahr. Mehr als die Hälfte wurde als hoch oder kritisch eingestuft.
F: Wie viele Ransomware-Angriffsmeldungen gab es im ersten Halbjahr 2026?
A: 4.544 Angriffsmeldungen, 25 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was durchschnittlich 25 Meldungen pro Tag entspricht.
F: Welche Länder stehen hinter den meisten Cyberbedrohungsakteuren?
A: China, Russland und der Iran machen zusammen 32 % der beobachteten Bedrohungsakteure mit bedeutenden Aktivitätsupdates im ersten Halbjahr 2026 aus.
F: Wo kann ich den vollständigen Bericht erhalten?
A: Der Threat Review Report 2026H1 steht zum Download bereit, ebenso wie eine ergänzende Analyse im Vedere-Labs-Blog.
Über Forescout
Da KI-gestützte Schwachstellenforschung und Ausnutzung die Geschwindigkeit von Cyberangriffen auf Maschinenniveau beschleunigen, bildet Forescout eine grundlegende Cyberabwehrschicht, die es Unternehmen ermöglicht, kompromittierte Systeme zu segmentieren und zu isolieren, laterale Bewegungen zu blockieren und Reaktionsmaßnahmen über IT-, OT-, IoT- und IoMT-Umgebungen hinweg zu automatisieren.
Die Forescout Vistaro™ plattform, unterstützt durch agentische KI und erweitert um die Bedrohungsinformationen von Vedere Labs, bietet eine Universal Zero Trust Network Access (UZTNA)-Architektur, die sich nahtlos in mehr als 180 Sicherheits- und IT-Produkte integrieren lässt. Mit Forescout Vistaro erhalten Unternehmen eine umfassende Inventarisierung und Klassifizierung sowohl verwalteter als auch nicht verwalteter Assets, kontinuierliches Exposure Management sowie Echtzeitschutz durch dynamische Netzwerksegmentierung und automatisierte Bedrohungsabwehr.